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Wie lange der Putz am Haus hält, hängt in erster Linie von der Qualität der Original-Ausführung ab. Er kann 50 Jahre halten, aber auch nur 20. Treten Risse auf oder beginnt der Putz zu bröckeln, ist es höchste Zeit, aktiv zu werden. Und das nicht nur wegen der Optik.
Mögliche Gefahren: Die Feuchtigkeit dringt ins Mauerwerk ‚ vor allem, wenn
der Putzgrund aus saugfähigem Material besteht. Durchfeuchtete Wände
verlieren ihre Isolierfähigkeit und bringen den Schimmelpilz ins Haus.
Über das Ausmaß des Schadens verschaffen Sie sich Gewissheit, indem Sie den
Putz abklopfen. Wo die Haftung zum Untergrund fehlt, klingt es hohl. Lokale
Schadstellen können ausgebessert werden. Feine Risse in der Putzoberfläche
beeinträchtigen meist nur die Optik. Bewegungen im Baugrund führen aber zu
kapitalen konstruktiv bedingten Rissen, die beseitigt werden müssen.
Ein Patentrezept dafür gibt es nicht. Grundsätzlich sind nach dem Ausweiten
der Risse lose Teilchen und Schmutz zu entfernen. Eine Grundierung sorgt
für eine bessere Haftung an den Flanken. Dann werden sie mit
dauerelastischer Spachtel- oder Fugenmasse verfüllt. Während putzbedingte
Risse im Allgemeinen durch Verfüllen und Neubeschichtung dauerhaft
geschlossen werden können, empfehlen sich für die ganzflächige Überbrückung
von Schadstellen spezielle Beschichtungssysteme. Beim Ausbessern von
Abplatzungen, die auf Hohlstellen zurückgehen, sind lockere Putzteile
abzuschlagen. Mürber Putz ist mit Putzhärter zu verfestigen.
Sind Putzschäden so zahlreich, dass ein Flickenteppich entstehen würde, ist
Neuputz meist die bessere Wahl. Die Industrie bietet dazu eine Vielzahl von
Putzen mit breitem Anwendungsspektrum an.
Wenn das Hausdach nicht mehr dicht ist
Schäden am Dach können die Funktion anderer Bauteile erheblich
beeinträchtigten. Jedes Jahr vor Einbruch des Winters ist deshalb eine
Inspektion fällig. Beim Flachdach sind die Anschlüsse von Schornstein oder
Lichtkuppel zu prüfen, Schmutz und ungewollter Pflanzenbewuchs müssen
entfernt werden. Ein deutliches Indiz für Undichtigkeiten sind feuchte
Stellen an der Decke. Wer zu lange wartet, riskiert größere Schäden.
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